05.12.2025
08.00 - 13.00 Uhr
Dr. Jens
Stenert
Aktuelles zur
Unternehmensnachfolge
In der Nachfolgeberatung nimmt die Bedeutung von
Familienstiftungen stetig zu. Mandanten möchten immer häufiger zu den Vor- und
Nachteilen dieses Instruments beraten werden. Die steuerliche Privilegien mit
der Errichtung einer Familienstiftung sind gering und weniger entscheidend.
Dennoch kann sie in geeigneten Konstellationen ein ideales Instrument der
Nachfolgegestaltung darstellen, zB um Vermögen vor dem ungehinderten Zugriff
der Familienangehörigen zu schützen oder Vermögen dauerhaft für die Familie zu
erhalten. Zum Teil kommt die Familienstiftung aber auch als geeignetes Vehikel
in Betracht, um unerwünschte steuerliche Effekte zu vermeiden – insbesondere in
Wegzugskonstellationen oder bei im Ausland ansässigen Begünstigten. Dabei
müssen die steuerlichen Nachteile berücksichtigt werden (Stichwort:
Erbersatzsteuer). In unserem Seminar zeigen wir Ihnen auf, in welchen
Konstellationen Familienstiftungen sinnvoll sind und in welchen nicht. Ferner
sprechen wir über die zivilrechtlichen Möglichkeiten, solche Stiftungen
auszugestalten und stellen die relevanten steuerlichen Aspekte anhand
zahlreicher Praxisbeispiele dar.
Gliederung
1. Familienstiftungen in der
Nachfolgeplanung – in welchen Fällen sind sie sinnvoll? Welche Alternativen
gibt es?
2. Zivilrechtliche Unterschiede: rechtsfähige Stiftung – nicht
rechtsfähige (Treuhand) Stiftung
3. Gestaltungsmöglichkeiten bei der
Errichtung von Familienstiftungen
a. Welche Organe sind
zweckmäßig/zwingend?
b. Wer kann Begünstigter sein?
c. In welcher Form
kann die Stiftung die Familie und den Stifter begünstigen?
d. Unter
welchen Voraussetzungen kann die Satzung geändert oder die Stiftung aufgelöst
werden?
4. Einfluss der Stiftungsaufsicht auf die Errichtung der
Familienstiftung und die Verwaltung des Stiftungsvermögens bei der
rechtsfähigen Stiftung
5. Ertragsteuerliche Aspekte bei der Errichtung
einer Familienstiftung
6. Erbschaft- und schenkungsteuerliche Aspekte bei
der Ausstattung von Familienstiftungen
7. Vermeidung/Reduzierung der
Erbersatzsteuer
8. Grunderwerbsteuer bei der Stiftungserrichtung
9.
Besteuerung der Zuwendungen an die Destinatäre und Anfallsberechtigten
10.
Die Familienstiftung im internationalen Umfeld
Ferner werden aktuelle
Entwicklungen aus Rechtsprechung und Verwaltung rund um die
Unternehmensnachfolge dargestellt, ua.
1. Aktuelles zur Übertragung gegen
Versorgungsleistungen
2. Umstrukturierungen in der Lohnsummenfrist
3.
Ausgewählte grunderwerbsteuerliche Aspekte
4. Rückabwicklung wegen Wegfalls
der Geschäftsgrundlage
5. Aktuelles zum Nießbrauch
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05.12.2025
14.00 - 19.00 Uhr
Referent: Prof. Dr. David
Harrison
Aktuelles zur Unternehmensbewertung –
Finanzverwaltung vs. IDW S 1 in der Praxis
Die Unternehmensbewertung gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben in der
steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Beratung. Zwischen den Vorgaben der
Finanzverwaltung und den berufsständischen Standards des IDW bestehen dabei
häufig erhebliche Unterschiede – mit weitreichenden Folgen für
Bewertungsergebnisse, Mandantenberatung und gerichtliche
Auseinandersetzungen.
In diesem Seminar erhalten Sie ein umfassendes
Update zur aktuellen Bewertungspraxis. Unser Referent zeigt, wie sich die
unterschiedlichen Bewertungsansätze der Finanzverwaltung (§ 199 BewG,
vereinfachtes Ertragswertverfahren) und der IDW-Standards (IDW S 1) in der
Praxis auswirken – und welche Argumentationslinien Steuerberater und
Wirtschaftsprüfer gegenüber Finanzämtern und Gerichten kennen sollten.
Gliederung
1. Einführung –Bewertungsanlässe und
Rolle des Steuerberaters
2. Bewertung nach der Finanzverwaltung – das
vereinfachte Ertragswertverfahren (§ 199 BewG)
•Ermittlung des
nachhaltigen Jahreserfolgs (inkl. Unternehmerlohn)
•
Kapitalisierungsfaktor und normative Zinssätze
• Wertuntergrenze
(Substanzwert)
3. Bewertung nach IDW S 1 – Gerichtsverwertbare
Unternehmensbewertung
• Planungsrechnung: Aufstellung und
Plausibilisierung
• Kapitalisierungszinssatz: Basiszins, Risikozuschlag,
Wachstumsabschlag
• Besonderheiten bei KMU (Abschmelzungsmodell,
Unternehmerlohn, Zuschläge im Zins)
• Modifiziertes Ertragswertverfahren
nach BGH
4. Vergleich und Fallbeispiele
5. Ausblick – Neuerungen
des IDW ES 1 (n. F.)
6. Diskussion und Erfahrungsaustausch
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06.12.2025
08.00 - 13.00 Uhr
Susanne Stubenrauch
Aktuelles zum
Insolvenz(Steuer)recht
In der täglichen Arbeit ergeben sich viele Anwendungsfragen wie
Einkommensteuernachzahlungen und -erstattung von Eheleuten zu behandeln sind.
Diese Fragestellung erstreckt sich zunächst auf Fälle außerhalb des
Insolvenzverfahrens. Daran anschließend werden die Besonderheiten innerhalb
eines Insolvenzverfahrens mit Beispielen dargestellt. Die Rechtsprechung zum
(Insolvenz)Steuerrecht entwickelt sich stetig fort. Gegenstand wird deshalb die
aktuelle Rechtsprechung der FG, des BFH und des BGH mit praxisnahen
Sachverhalten sein. Als weiterer Themenkomplex wird das
Eigenverwaltungsverfahren beleuchtet. Augenmerk wird hier auf die Umsatzsteuer
insbesondere auf die Begründung von Masseverbindlichkeiten nach § 55 Abs. 4
InsO sowie die Umsatz- und Vorsteuerberichtigungen nach § 17 UStG gelegt.
Daran anschließend wird das Feststellungsverfahren nach § 251 Abs. 3 AO
aufgegriffen. Die Themen reichen von der Anmeldung zur Insolvenztabelle, dem
Feststellungs- und Widerspruchsverfahren sowie der sich daran anschließenden
Änderungsmöglichkeiten von Steueranmeldungen und Steuerbescheiden.
Gliederung:
1. Einkommensteuer bei Ehegatten außerhalb des
Insolvenzverfahrens
- Gesamtschuldnerschaft § 44 AO
- Aufteilung
der Steuerschuld §§ 286 ff. AO
- Aufteilung von Erstattungsansprüchen § 37
Abs. 2 AO
2. Einkommensteuer bei Ehegatten innerhalb des
Insolvenzverfahrens
- Gesamtschuldnerschaft § 44 AO
- Aufteilung
der Steuerschuld §§ 286 ff. AO
- Aufteilung von Erstattungsansprüchen § 37
Abs. 2 AO
3. Aktuelle Rechtsprechung der FG und des BFH,
aktuelle Rechtsprechung des BGH aus dem Bereich des Insolvenzsteuerrechts
4. Eigenverwaltungsverfahren
- verfahrensrechtliche
Besonderheiten
- Umsatzsteuer unter Berücksichtigung von § 55 Abs. 4
InsO
- Sanierungsgewinne § 3a EStG
5. Feststellungsverfahren
nach § 251 Abs. 3 AO
- Anmeldung, Feststellung, Widerspruch
-
Änderung von Steueranmeldungen, Steuerbescheiden