Termin: 4. April 2025
Uhrzeit: 08:00 bis 10:30 Uhr
Dauer: 2,5
Stunden
Thema: Internationale steuerliche Aspekte der
Unternehmensnachfolge
Referent: Dr. Eugen
Mehlhaf
Beschreibung
Zunehmende
Mobilität sowie attraktive (steuerliche) Angebote vieler ausländischer Staaten
haben die Auswanderung in den Fokus der steuerlichen Beratung gerückt. Viele
ausländische Staaten beispielsweise Italien, Griechenland, Spanien oder Malta
bieten Zuwanderern die Möglichkeit, auf Antrag steuerliche Privilegien in
Anspruch zu nehmen: Pauschalbesteuerung, Steuerfreiheit ausländischer Einkünfte,
Steuersatzvorteile oder steuerliche Investitionsförderung sind nur einige
Beispiele.
Die zunehmende Mobilität hat maßgebenden Einfluss auf die
Nachfolgeberatung. Auf der einen Seite müssen die Auswirkungen ausländischer
Steuerregime berücksichtigt werden. Auf der anderen Seite hat der Gesetzgeber
die Wegzugsbesteuerung in den vergangenen Jahren drastisch verschärft und
erweitert. Sie belastet fiktive Einkünfte mit realen Steuern. Die drohende
Belastung im Fall des Wegzugs von Unternehmerinnen und Unternehmern bildet
häufig den Anstoß für Nachfolgeüberlegungen und gibt den rechtlichen Rahmen für
Gestaltungsoptionen im Bereich der Unternehmensnachfolge vor.
Inhaltlich
werden im Rahmen des Seminars unter anderem folgende Schwerpunkte gesetzt:
• Ausgewählte ausländische Sondersteuerregime
• Wegzugsbesteuerung
nach § 6 AStG
• Entstrickungsbesteuerung
• Strategien zur Vermeidung der
Wegzugssteuer
• Auswirkungen des Wegzugs von Unternehmerinnen und
Unternehmern auf den Ort der Geschäftsleitung und die Begründung von
Betriebsstätten
Termin: 4. April 2025
Uhrzeit:
10:30 bis 13:00 Uhr
Dauer: 2,5 Stunden
Thema: Aktuelle Entwicklungen rund
um den Nießbrauch
Referent: Dr. Torben Gravenhorst
Beschreibung
Übertragungen unter
Nießbrauchsvorbehalt sind ein klassisches Gestaltungsmittel in der
Nachfolgeberatung. Gleichwohl ist dieses Thema aufgrund einer Vielzahl von
aktuellen Entscheidungen und Verlautbarungen der Finanzverwaltung aktueller denn
je. Hierbei bestehen durch die komplexe Ausgestaltung des Ertragsteuer- sowie
Erbschafts- und Schenkungssteuerrecht zahlreiche Risiken, die in der
Beratungspraxis zu umschiffen sind.
Anhand zahlreicher praxisrelevanter
Fallkonstellationen werden die für die Beratung maßgeblichen steuerlichen
Gestaltungsmöglichkeiten und Fallstricke anschaulich dargestellt. Inhaltlich
werden im Rahmen des Seminars unter anderem folgende Schwerpunkte gesetzt:
• Steuerliche Anerkennung des Nießbrauchs
• Zurechnung von Einkünften
bei Nießbrauchsrechten
• Nießbrauch an Gesellschaftsanteilen:
Gestaltungsmöglichkeiten und Grenzen
• Ablöse des Nießbrauchsrecht -
steuerfrei?
• Sukzessivnießbrauch und Gesamtberechtigung
• Bewertung des
Nießbrauchrecht
Termin: 4. April 2025
Uhrzeit:
14:00 bis 19:00 Uhr
Dauer: 5 Stunden
Thema: Familienstiftung, aktuelle
Entwicklungen im Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht,
Ertragsteuerrecht
Referent: Dr. Jens
Stenert
Beschreibung
In der
Nachfolgeberatung nimmt die Bedeutung von Familienstiftungen stetig zu.
Mandanten möchten immer häufiger zu den Vor- und Nachteilen dieses Instruments
beraten werden. Die steuerlichen Privilegien mit der Errichtung einer
Familienstiftung sind gering und weniger entscheidend. Dennoch kann sie in
geeigneten Konstellationen ein ideales Instrument der Nachfolgegestaltung
darstellen, zum Beispiel um Vermögen vor dem ungehinderten Zugriff der
Familienangehörigen zu schützen oder Vermögen dauerhaft für die Familie zu
erhalten. Zum Teil kommt die Familienstiftung aber auch als geeignetes Vehikel
in Betracht, um unerwünschte steuerliche Effekte zu vermeiden – insbesondere in
Wegzugskonstellationen oder bei im Ausland ansässigen Begünstigten. Dabei müssen
die steuerlichen Nachteile berücksichtigt werden - Stichwort: Erbersatzsteuer.
In unserem Seminar zeigen wir Ihnen auf, in welchen Konstellationen
Familienstiftungen sinnvoll sind und in welchen nicht. Ferner sprechen wir über
die zivilrechtlichen Möglichkeiten, solche Stiftungen auszugestalten und stellen
die relevanten steuerlichen Aspekte anhand zahlreicher Praxisbeispiele dar. Die
Inhalte sind unter anderem:
• Familienstiftungen in der Nachfolgeplanung
– in welchen Fällen sind sie sinnvoll? Welche Alternativen gibt es?
•
Zivilrechtliche Unterschiede: rechtsfähige Stiftung – nicht rechtsfähige
(Treuhand) Stiftung
• Gestaltungsmöglichkeiten bei der Errichtung von
Familienstiftungen
1. Welche Organe sind zweckmäßig/zwingend?
2. Wer
kann Begünstigter sein?
3. In welcher Form kann die Stiftung die Familie und
den Stifter begünstigen?
4.Unter welchen Voraussetzungen kann die Satzung
geändert oder die Stiftung aufgelöst werden?
• Einfluss der Stiftungsaufsicht
auf die Errichtung der Familienstiftung und die Verwaltung des
Stiftungsvermögens bei der rechtsfähigen Stiftung
• Ertragsteuerliche Aspekte
bei der Errichtung einer Familienstiftung
• Erbschaft- und
schenkungsteuerliche Aspekte bei der Ausstattung von Familienstiftungen
•
Vermeidung/Reduzierung der Erbersatzsteuer
• Grunderwerbsteuer bei der
Stiftungserrichtung
• Besteuerung der Zuwendungen an die Destinatäre und
Anfallsberechtigten
• Die Familienstiftung im internationalen Umfeld
1.
Die Ausländische Familienstiftung
2. Familienstiftungen als Instrumente zur
Vermeidung der Wegzugsbesteuerung
Ferner werden aktuelle Entwicklungen
aus Rechtsprechung und Verwaltung rund um die Unternehmensnachfolge dargestellt,
unter anderem
• Aktuelles zur Privilegierung des betrieblichen
Immobilienvermögens (insbesondere Parkhäuser und Hotels; leerstehende
Mietshäuser, Wohnungsunternehmen etc.)
• Schenkungsweise Übertragung von
Beteiligungen an Arbeitnehmer
• Disquotale Einlagen in
Personengesellschaften
• Disquotale Einlagen in Kapitalgesellschaften (§ 7
Abs. 8 ErbStG)