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Veranstaltung - Webinar: Insolvenzrechtliche Warnpflichten des Steuerberaters bei Covid-19-Beratung

Webinar: Insolvenzrechtliche Warnpflichten des Steuerberaters bei Covid-19-Beratung

Webinar: Insolvenzrechtliche Warnpflichten des Steuerberaters bei Covid-19-Beratung

einschließlich Vorsorgemaßnahmen zur Vermeidung einer Honoraranfechtung durch den Insolvenzverwalter

Die Beratung im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie birgt hohe Haftungsgefahren. Kommt es trotz der Gewährung von Soforthilfen, Kurzarbeitergeld zur Insolvenz, droht nicht nur eine Inanspruchnahme durch den Insolvenzverwalter, sondern auch durch den Geschäftsführer, wenn dieser von dem Insolvenzverwalter wegen einer verbotenen Zahlung in Anspruch genommen wird.

Die Aussetzung der Pflicht zur Insolvenzanmeldung bis zum 30.9.2020 nach dem Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Corona-19-Pandemie wird hier kaum Entlastung schaffen, denn der Insolvenzverwalter wird behaupten, die Insolvenzreife habe unabhängig von der Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus bereits im Zeitpunkt der Fördermittelberatung bestanden.

Der BGH hat mit Urteil vom 26.1.2017 entschieden, dass der Steuerberater eine falsche Bilanzierung mit Fortführungswerten zu verantworten hat, wenn Zweifel an der Fortführung der unternehmerischen Tätigkeit bestanden und er es unterlassen hat, diese von der Geschäftsführung ausräumen zu lassen. Zudem hat er entschieden, dass ein Steuerberater, der den Jahresabschluss erstellt, unter bestimmten Voraussetzungen auf eine mögliche Insolvenzreife hinweisen muss.

Die BGH-Entscheidung wirft viele Fragen auf, die sich auch bei der Beratung über die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie stellen. Was ist zu tun, wenn der Geschäftsführer trotz bestehender Zweifel an der Fortführung der unternehmerischen Tätigkeit die Beantragung von Fördermitteln verlangt und einen insolvenzrechtlichen Warnhinweis schlicht ignoriert?

Das Webinar befasst sich mit der praktischen Umsetzung der BGH-Entscheidung vom 26.1.2017. Daneben werden die Voraussetzungen des Bargeschäfts nach § 142 InsO zur Vermeidung einer Honoraranfechtung durch den Insolvenzverwalter erläutert.

Wichtige Hinweise:

Die Seminarpreise gelten pro Teilnehmer.

Eine Woche vor Seminarbeginn erhalten Sie eine Bestätigungsmail mit einem Zugangslink.
Die technische Umsetzung erfolgt über die Plattform "GoToWebinar". Alle Teilnehmer*innen müssen, um ihre Anmeldung final abzuschließen und damit an dem Webinar teilnehmen zu können, mit Vor- und Nachnamen sowie E-Mail-Adresse auf der Webinarplattform "GoToWebinar" ihre individuellen Zugangsdaten anfordern.




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28.05.2020 – 10:30 – 13:00 Uhr

LIVE-Webinar,

Referent/in: Michael Brügge, Rechtsanwalt

125,00 €

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Preis für StBV Mitglieder:

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Gliederung

Grundlagen der BGH-Rechtsprechung zur Haftung des Steuerberaters bei mangelhafter Jahresabschlusserstellung

  • Going-Concern-Prüfung
  • Insolvenzrechtliche Warnpflicht
  • Anwendungsbereich der BGH-Rechtsprechung und Vertrauensschutz
  • Haftung gegenüber Insolvenzverwalter
  • Dritthaftung (Geschäftsführer, Hausbank, Gesellschafter)

Praktische Umsetzung der BGH-Rechtsprechung

  • Schriftlicher Erstellungsauftrag
  • Allgemeine Belehrung über § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB
  • Aufklärung über die konkret bestehenden Zweifel an der unternehmerischen Fortführung 
  • Aufforderung an den Geschäftsführer, die Zweifel auszuräumen
  •  Plausibilitätskontrolle der Maßnahmen des Geschäftsführers zur Ausräumung der Zweifel
  •  Erläuterung der Insolvenzantragsgründe
  • Insolvenzrechtlichen Handlungspflichten des Geschäftsführers
  • Klarstellung – keine Insolvenzberatung
  • Bargeschäft zur Abwehr Honoraranfechtung durch den Insolvenzverwalter